Pro Kahnakten

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Die Sicherung und Sichtbarmachung der Kahnakten

Mit dem Einsatz neuer Technologien und Ihrer Spenden wird ein Kulturschatz gehoben und wieder zugänglich gemacht.

Unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Die Restaurierung der Kahnakten ist eines der umfangreichsten und zeitaufwändigsten Projekte zur Rettung kriegsgeschädigten Archivgutes in Deutschland, das nun schon über 70 Jahre dauert. Ein rascher Abschluss der Restaurierungsarbeiten und die damit verbundene Wiederherstellung der Nutzbarkeit der Archivalien liegen auch im Interesse des Landes

Unser gemeinnütziger Verein i. G. «Pro Kahnakten» verfolgt den Zweck, mit eingegangenen Spenden die Kosten der Restaurierung und Sichtbarmachung zu finanzieren und alle damit verbundenen Rechnungen zu zahlen.

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Die Kahnakten sind ein Kulturschatz mit rund 3 Mio. Blättern historisch wertvoller Dokumente aus 13. Jahrhunderten. Die Akten wurden zu Ende des 2. Weltkriegs in Düsseldorf auf einen Kahn geladen, um sie über Kanäle aus dem Bombenhagel an einen sicheren Ort zu transportieren. Kurz vor der Verladung in Hannover wurde der Kahn mit seinem Kulturschatz durch einen Fliegerangriff schwer beschädigt und versenkt. Nach Kriegsende wurden die Akten geborgen und vorläufig gesichert. Seit diesem Unglück vor 73 Jahren wird an der Restaurierung und Sicherung dieses Kulturschatzes in Düsseldorf und Münster gearbeitet: Handschriften und Dokumente zur Geschichte niederrheinischer Klöster und Stifte, internationale Korrespondenzen der Fürstenhäuser, geschichtsträchtige Akten zur staatlichen Verwaltung im Gebiet des heutigen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen mit dem regionalen Schwerpunkt Nordrhein. – alles Archivalien, die gesetzlich gefordert zu erhalten und sichtbar zu machen sind.

http://www.archive.nrw.de/lav/archivfachliches/bestandserhaltung/kahnaktenrestaurierung/Kahnaktenbroschuere.pdf

Die vertragliche vereinbarte Kooperation des NRW Landesarchivs mit dem Schweizer Restaurierungsunternehmen Rothe (www.atelier-rothe.ch), der Einsatz neuer Technologien und die Finanzierung über Spenden sollen dem Projekt nun neuen Schwung verleihen, um es in absehbarer Zeit zu beenden. Die Schweizer Spezialisten realisieren erstmals eine mengen-taugliche Restaurierung, mit der eine umfassende Digitalisierung der Werke gleichläuft. Lesbarkeit und Sicherung der Dokumente haben erste Priorität, da viele Inhalte und Schriftbilder bis zur Unkenntlichkeit verblasst sind. Sie sollen mittels der UV-Fotografie wieder sicht- und lesbar und dank einer Bereitstellung von Metadaten für die Forschung benutzerfreundlich gemacht werden. Da die Dokumente wegen ihres fragilen Zustands für jegliche Benutzung gesperrt sind, ist die Digitalisierungsfähigkeit das erste Ziel der Behandlung.

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Die Arbeit in der Schweiz hat begonnen

Ende 2018 kam die erste Tranche der geschädigten Dokumente mit 80.000 Einheiten bei Rothe in Ittingen/Bern an. Die Dokumentenbearbeitung erfolgt nach Qualitätsvorgaben des NRW-Landesarchivs. Monatlich sollen bis zu 2.700 Objekten vollständig bearbeitet werden. Daraus ergibt sich ein monatlicher Finanzbedarf von rund 65.000 Euro.

Wir bitten Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen um eine grosszügige Unterstützung. Unser gemeinnütziger Verein bietet mit seinem Vorstand, seinem Beirat und einer externen Revision die Gewähr dafür, dass die Spenden zielgerichtet bzw. ausschliesslich für dieses Projekt und seine Ziele verwendet werden. Unser Verein bietet jede mögliche Transparenz an. Der Verein haftet ausschliesslich mit seinem Vereinsvermögen.

Vertrauen aus Erfahrung

Wenn Sie auf unsere Homepage Pro Helvetica in Weimar schauen, so erkennen Sie, was wir in der Vergangenheit bereits geleistet und unter der Schirmherrschaft mehrerer Bundespräsidenten erreicht haben – mit der grosszügigen Unterstützung Schweizer Stiftungen, Unternehmen und Gönner: 3 Mio. Franken für die Restaurierung brandgeschädigter Bücher aus Goethes Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar. Auch an diesem Projekt war das Berner Unternehmen Atelier Rothe wesentlich beteiligt.

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Ihr Ansprechpartner beim Verein:
Hans-Hinrich Dölle, info@doelle-kultur.eu,
+41 79 610 57 69 (auch WhatsApp ), +49 172 765 91 02 (derzeit nur WhatsApp)

Zuständig für das Projekt sind im Ministerium:
Beate Möllers
Referatsleiterin 415 Bibliotheken, Literatur, Archive
Tel.: 0211 896 4818 - Email: beate.moellers@mkw.nrw.de

Dr. Ralf Brachtendorf
Referat 415 Bibliotheken, Literatur, Archive
Tel.: 0211 896 4836  -  Email: ralf.brachtendorf@mkw.nrw.de
Völklinger Str. 49, 40221 Düsseldorf, www.mkw.nrw.de