Pro Kahnakten

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Pro Kahnakten in Nordrhein-Westfalen

Als Kahnakten werden Archivbestände aus dem Staatsarchiv Düsseldorf bezeichnet, die im März 1945 vor den Bombenangriffen in Sicherheit gebracht und bei einem Transport mit einem Binnenschiff in Hannover zerstört oder beschädigt wurden.

Mit dem Einsatz neuer Technologien wird dieser Kulturschatz gehoben, restauriert, digitalisiert und wieder zugänglich gemacht.

Das Projekt „Pro Kahnakten“ ist auf die finanzielle Unterstützung durch großzügige Spenden angewiesen. Die Schirmherrschaft hat die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Isabel Pfeiffer-Poensgen, übernommen.

Die Restaurierung der Kahnakten ist eines der umfangreichsten und zeitaufwändigsten Projekte zur Rettung kriegsgeschädigten Archivgutes in Deutschland, das nun schon über 70 Jahre dauert. Ein rascher Abschluss der Restaurierungsarbeiten und die damit verbundene Wiederherstellung der Nutzbarkeit der Archivalien liegen auch im Interesse des Landes.

Unser gemeinnütziger Verein „Pro Kahnakten“ in Krefeld verfolgt den Zweck, mit eingegangenen Spenden die Kosten der Restaurierung und Sichtbarmachung zu finanzieren und alle damit verbundenen Rechnungen zu zahlen.

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Die Kahnakten sind ein Kulturschatz mit rund 3 Mio. Blättern historisch wertvoller Dokumente aus 13. Jahrhunderten. Die Akten wurden zu Ende des 2. Weltkriegs in Düsseldorf auf einen Kahn geladen, um sie über Kanäle aus dem Bombenhagel an einen sicheren Ort zu transportieren. Kurz vor der Verladung in Hannover wurde der Kahn mit seinem Kulturschatz durch einen Fliegerangriff schwer beschädigt und versenkt. Nach Kriegsende wurden die Akten geborgen und vorläufig gesichert. Seit diesem Unglück vor 73 Jahren wird an der Restaurierung und Sicherung dieses Kulturschatzes in Düsseldorf und Münster gearbeitet: Handschriften und Dokumente zur Geschichte niederrheinischer Klöster und Stifte, internationale Korrespondenzen der Fürstenhäuser, geschichtsträchtige Akten zur staatlichen Verwaltung im Gebiet des heutigen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen mit dem regionalen Schwerpunkt Nordrhein – alles Archivalien, die gesetzlich gefordert zu erhalten und sichtbar zu machen sind.

J. Kistenich, Gesunkene Schätze – Die Kahnakten (pdf)

Die vertragliche vereinbarte Kooperation des NRW Landesarchivs mit dem Schweizer Restaurierungsunternehmen Rothe (www.atelier-rothe.ch), der Einsatz neuer Technologien und die Finanzierung über Spenden sollen dem Projekt nun neuen Schwung verleihen, um es in absehbarer Zeit zu beenden. Die Schweizer Spezialisten realisieren erstmals eine mengentaugliche Restaurierung, mit der eine umfassende Digitalisierung der Werke gleichläuft. Lesbarkeit und Sicherung der Dokumente haben erste Priorität, da viele Inhalte und Schriftbilder bis zur Unkenntlichkeit verblasst sind. Sie sollen mittels der UV-Fotografie wieder sicht- und lesbar und dank einer Bereitstellung von Metadaten für die Forschung benutzerfreundlich gemacht werden. Da die Dokumente wegen ihres fragilen Zustands für jegliche Benutzung gesperrt sind, ist die Digitalisierungsfähigkeit das erste Ziel der Behandlung.

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Die Arbeit in der Schweiz hat begonnen

Ende 2018 kam die erste Tranche der geschädigten Dokumente mit 80.000 Einheiten bei Rothe in Ittingen/Bern an. Die Dokumentenbearbeitung erfolgt nach Qualitätsvorgaben des NRW-Landesarchivs. Monatlich sollen bis zu 2.700 Objekten vollständig bearbeitet werden. Daraus ergibt sich ein monatlicher Finanzbedarf von rund 65.000 Euro.

Zur Finanzierung dieses mehrjährigen Projekts haben wir einen gemeinnützigen Verein in Krefeld gegründet. Dieser Verein wirbt Spenden ein, stellt allen Spendern und Stiftern eine umfassende Transparenz über die Verwendung ihrer Gelder sicher und übernimmt in diesem Zusammenhang auch die gesamte Projektkommunikation. Eingegangene Spenden können steuerlich geltend gemacht werden. Die jährlichen Geschäftsberichte sind selbstverständlich offen für alle Interessenten.

Bescheid des Finanzamts Krefeld zur Gründung und Anerkennung der Gemeinnützigkeit des Vereins (pdf)

Der Vorstand des Vereins besteht aus folgenden Persönlichkeiten:
Manuel Schweizer, Unternehmer in Krefeld
Martin Fiedrich, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater in Braunschweig

Der Verein hat die Dölle Kommunikationsberatung beauftragt, das Fundraising und die Kommunikation zum Kahnakten-Projekt zu übernehmen.

Der Verein bittet Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen um eine großzügige Unterstützung. Unser gemeinnütziger Verein bietet mit seinem Vorstand, seinem Beirat und einer externen Revision die Gewähr dafür, dass die Spenden zielgerichtet für dieses Projekt und seine Ziele verwendet werden. Der Verein haftet ausschließlich mit seinem Vereinsvermögen.

Ihre Ansprechpartner beim Verein Pro Kahnakten e. V.:
Hans-Hinrich Dölle und Sandra Kyewski-Ditz, info@doelle-kultur.eu,
+49 172 765 91 02

Vertrauen aus Erfahrung

Wenn Sie auf unsere Homepage Pro Helvetica in Weimar schauen, so erkennen Sie, was wir in der Vergangenheit bereits geleistet und unter der Schirmherrschaft mehrerer Bundespräsidenten erreicht haben – mit der großzügigen Unterstützung Schweizer Stiftungen, Unternehmen und Gönner: 3 Mio. Franken für die Restaurierung brandgeschädigter Bücher aus Goethes Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar. Auch an diesem Projekt war das Berner Unternehmen Atelier Rothe wesentlich beteiligt.

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Das NRW Landesarchiv informiert über seine Arbeit und Aufgaben - auch über den vielfachen Nutzen von Restaurierungs-Investitionen.

Dokumente zu diesem Projekt:

Kurze Chronologie der Kahnakten (pdf)
Die Kahnakten im Landesarchiv NRW (pdf)

Links zu diesem Projekt:

Das Kahnaktenprojekt im Atelier Michael Rothe
Digitalisierung der Kahnakten durch das Atelier Michael Rothe und die GBL Gubler AG
Kahnakten Wikipedia-Artikel

Adresse des Vereins Pro Kahnakten:

Pro Kahnakten e. V.
Adolf-Dembach-Str. 5
D-47829 Krefeld
Ansprechpartner: Hans-Hinrich Dölle, info@doelle-kultur.eu, +49 172 765 91 02